Erinnerungen und Dokumente aus der Geschichte der Spvgg.
(zum Schmunzeln und Nachdenken)
(Der Leser möge bedenken: Erinnerungen sind oft persönlich gefärbt)
Mit dem Fahrrad oder Holzvergaser zu Auswärtsspielen:
Vor dem Krieg und in den ersten Jahren nach dem Krieg fuhr man zu den Auswärtsspielen mit dem Fahrrad oder ging zu Fuß. Zu Spielen in Neuhäusel oder Bendorf kam man mit „Stahlhofens Holzvergaser“. Die Bordwände des LKW’s wurden erhöht und so konnten bis etwa 40 Personen einen Stehplatz finden. Einmal soll der Fahrer Heinrich Stahlhofen, als der Torwart ausfiel, kurzfristig eingesprungen sein.
Weroth, den 23.1.1952
Generalversammlung des SV Weroth:
Wahlberechtigte: 40 Mitglieder
Kassenbestand: 180,00 DM
Der wohl höchste Sieg der Vereinsgeschichte SV Steinefrenz gegen Bilkheim 20:0
oder
Raue Sitten auf dem Sportplatz:
(Erinnerungen eines Zuschauers):
Kaspar Metternich war Schiedsrichter. Als ein Gästespieler aus Bilkheim den Schiedsrichter beleidigte, wurde er vom Schiedsrichter buchstäblich vom Platz geworfen. Draußen erhielt der Spieler nochmals Schläge. Es kam schließlich zum Spielabbruch, und die Bilkheimer flohen durchs „Steinchen“ in Richtung Heimat, um weiteren Schlägen zu entgehen.
Variabler Sportplatz in Steinefrenz
Es wurde in der „Wickwiese“, im „Weierpod“ oder „Auf der Heide“ (heutige Sportanlage) gespielt. Die äußeren Maße waren, von der Platzgröße bestimmt, durch Jacken oder Stäbe gekennzeichnet.
Das Tor war ebenfalls durch Kleidungsstücke oder Stangen bestimmt.
Halbe Mannschaft mit dem Motorrad angereist
Ein besonderes Ereignis war in den 50-er die Anreise der 1. Mannschaft aus Niedererbach, denn G. Frink brachte die halbe Mannschaft auf einem Motorrad, eine 1100 ccm-Zündapp mit Seitenwagen.
Das Vereinslokal, Umkleide-, Wasch- und „Lösch“-Stätte
Die Spieler zogen sich in der Regel im Saal, einem Nebenraum der Gaststätte oder auch mal im Wohnzimmer um. Zum Sportplatz ging man zu Fuß. Nach dem Spiel standen im Vereinslokal Bütten mit Wasser –im Winter mit warmen Wasser- bereit. Im Sommer nutzte man häufig die Tröge im Hof als Waschstellen. Es war daher eine Selbstverständlichkeit, dass die Spieler –ob Sieger oder Verlierer- meist lange bei den Wirtsleuten ausharrten.
Neues Alu-Tor in Steinefrenz gestohlen
Es war eine Woche vor der Einweihung der neuen Sportanlage (am 30.07.79) in Weroth, da fehlte ein Alu-Tor auf dem Sportplatz in Steinefrenz. Die Täter wurden nicht gefasst.
Bilder aus dem Vereinsarchiv

Leichtathletikgruppe 1920

1920/30er Jahre
Von links: Josef Metternich, Alois Hannappel, Gregor Meurer, Willi Reimann, Christian Metternich, Alois Höhler, Adam Hannappel, Hermann Meudt, Alfred Knebel, Hubert Reimann; (die 11. Person ist nicht bekannt)

1.Fußballmannschaft SV Weroth 1949
hinten v. links n. rechts: Valentin Neu, Ignatius Fein, Alfred Eidt, Bernhard Schönberger, ErichHannappel;
mitte v. links n. rechts: Bernhard Kremer, Josef Metternich, Josef Kronimus;
vorne v. links n. rechts: Alois Merfels; Erwin Kremer; Ludwig Steinebach

1951 Freundschaftsspiel zwischen La Calamien(Belgien)und der SG Steinefrenz Weroth
Von links: Alfons Metternich, Arthur Metternich, Bernhard Malm, Ignatius Metternich, Valentin Neu, Alfred Eidt, Herbert Knie, Karl Friedrich, Josef Hoffmann, Bernhard Metternich, Josef Metternich;

1. Mannschaft SV Steinefrenz 1951/52
Hinten von links: Josef Friedrich, Paul Solbach, Ludwig Schöpping, Christian Metternich, Ludwig Ortseifer, Laurentius Metternich, Erwin Hannappel, Alois Fasel, Alfred Eidt;
vorne von links: Karl Wimmer, Josef Hoffmann, Reinhard Herborn;

1.Fußballmannschaft 1962
von links nach rechts: Berthold Weyand, Kurt Pörtner, Hermann Höhler, Hans Weimer, Edi Hannappel, Clemens Endres, Werner Vogt, Egon Pörtner, Hans-Peter Krekel, Richard Reimann, Norbert Hoffmann;
1970 Meister A-Klasse Taunus/Lahn
Hinten von links: Richard Theis (Spielertrainer), Egon Metternich, Egid Schulz, Dieter Pörtner, Norbert Quirmbach, Winfried Daum, Hans-Peter Krekel, Hans-Georg Quirmbach, Harald Pörtner, Günter Schiemenz (1. Vorsitzender);
Vorne von links: Norbert Hoffmann, Jochen Braun, Walter Hoffmann;

2. Mannschaft 1970
Von links: Dietmar Noll, Dieter Eidt, Erich Fritzenkötter, Josef Metternich, Willibald Hannappel, Robert Metternich, Alois Schönberger, Hermann Weller, Peter Weimer, Wilfried Kronimus, Heinz-Josef Kronimus;
1980 Meister Landesliga Nord
Hinten von links: Karl- Heinz Jungerts (1.Vorsitzender), Christoph Meurer, Edi Jung, Kunibert Kronimus, Stefan Herborn, Bernd Horz, Bernd Endres, Christoph Weimer, Horst Hommrich (Spielertrainer), Gerhard Eidt, Günter Schiemenz(Spielausschußvorsitzender)
Vorne von links: Klaus Gombert, Herbert Malm, Franz Schönberger, Hans Norman, Peter Metternich, Bernd-Josef Hoffmann, Friedhelm Hoffmann, Günter Noll, Thomas Weimer (Betreuer)

1. Mannschaft 1982
hintere Reihe von links: Trainer Hartmut Cohrs, Hans-Peter Kremer (AL Fußball), Kurt Atzinger, Stefan Herborn, Bernd-Josef Hoffmann, Christoph Weimer, Christoph Meurer, Bernd Endres, Klaus Metternich;
vordere Reihe von links: Friedhelm Hoffmann, Dieter Eidt, Franz Schönberger, Thomas Schneider, Peter Metternich, Jürgen Schick, Thomas Weimer (Betreuer)

1991 Meister Bezirksliga Ost
Hinten von links: Edi Jung (Spielertrainer), Johannes Becker, Hans-Peter Kaiser, Andreas Schmidt, Patrik Jung, Frank Ickenroth, Volker Hannappel(Betreuer)
Vorne von links: Achim Steden, Frank Graf, Volker Solbach, Franz Schönberger, Frank Malm, Stefan Kaiser, Andreas Hannappel
Es fehlen: Thomas Knie, Thomas Metternich, Lars Brenner

1995 Meister Bezirksliga- Ost

Die 1. Mannschaft im Jahr 2007
hintere Reihe v. l. n. r.: Mario Hoffmann, Michael Weimar, Alexander Sprenger, Angelo Scalfone, Thomas Weinand, Tobias Schuth, Daniel Schuth, David Isola (Trainer), Sebastian Mohring;
vordere Reihe v. l. n. r.: Sebastian Eidt, Achim Hannappel, Christian Bechthold, Christopher Egenolf, Lukas Malm, Taner Hosel, Martin Schneider;
Die 1. Mannschaft im Jahr 2008
hintere Reihe v. l. n. r.: Sebastian Mohring, Mario Hoffmann, Daniel Schuth, Andreas Zeis, Christian Bechthold, Alexander Sprenger, Yannick Kronimus, Daniel Schönberger, Angelo Scalfone, Markus Quirmbach (Trainer);
vorne v. l. n. r.: Phillip Hirt, Martin Schneider, Christopher Egenolf, Michael Weimar, Angelo Maucieri, David Skatulla, Lukas Malm, Steffen Heinz, Taner Hosel, Lukas Hannappel;
liegend: Marius Hoffmann;

1. Mannschaft im Jahr 2009
hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Quirmbach, Christian Bechthold, Marius Hoffmann, Lukas Hannappel, Daniel Schönberger, Andreas Zeis, Sebastian Eidt, Alexander Sprenger, Michael Stuhl;
vordere Reihe v. l. n. r.: Sebastian Mohring, Michael Weimar, Sebastian Schönberger, Andrej Leinweber, Mustafa Özyigit, David Skatulla, Lukas Malm, Philip Hirt, Taner Hosel;
1. Mannschaft im Jahr 2010
hintere Reihe v. l. n. r.: Denis Reger, Andreas Zeis, Alexander Sprenger, Daniel Schönberger, Lukas Hannappel, Martin Schneider, Christian Bechthold, Sascha Steden, Kevin Seifert, Taner Hosel, Trainer Jürgen Hehl;
vordere Reihe v. l. n. r.: Sebastian Eidt, Sebastian Schönberger, Jose Nildo Da Silva, Steffen Heinz, Franz Schönberger, Olaf Satzinger, Mustafa Özyigit, Michael Weimar, Marius Hoffmann, Philip Hirt;
2003 Bilder vom Spiel gegen Eintracht Frankfurt


2004 - 2000 Zuschauer feierten HSV
Von Bernd Bude (Nassauische Neue Presse 2004)
Weroth. Fußball-Bundesligist Hamburger SV war zwar nicht in Bestbesetzung in Weroth gegen den Bezirksligisten SG Steinefrenz/Weroth/Berod angetreten, verstand es jedoch trotzdem, die Massen zu mobilisieren. Wegen akuten Zahnbeschwerden war auch Hamburgs Trainer Klaus Toppmöller nicht angereist. 2000 Zuschauer waren gekommen, um den Tabellenachten der Fußball-Bundesliga zu sehen. Es war ein perfekt organisiertes Fußballfest mit dem erwarteten Ausgang. Die Hamburger gewannen mit 6:2.
SG Steinefrenz/Weroth/Berod -Hamburger SV 2:6 (0:2)
Die Gäste aus Deutschlands Norden begannen furios und es roch gleich zu Beginn nach einem deutlichen Sieg des HSV. Schon nach vier Minuten hatte Stefan Beinlich SG-Torwart Haas auf dem falschen Fuß erwischt und aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung überrascht. Auf dem gepflegten Rasen, der sich in vorzüglichem Zustand präsentierte, hatten die Hamburger natürlich weiter Oberwasser, aber die SG-Akteure präsentierten sich keineswegs wie das Kaninchen vor der Schlange und setzten selbst zu dem einen oder anderen Konter an. Hamburgs Torwart Wächter blieb jedoch weitgehend beschäftigungslos und machte sich während der ersten Halbzeit mit Dehnübungen fit. Der Bundesligist ließ derweil das Bällchen durch die eigenen Reihen tanzen und hatte mit Stefan Beinlich den auffälligsten Spieler auf dem Platz. Den Halbzeitstand machte Romeo perfekt. Er überlistete Haas nach 31 Minuten.
In der zweiten Halbzeit zogen die Hamburger die Handbremse an und die Gastgeber kamen wesentlich besser ins Spiel. Trotzdem war es immer wieder Stefan "Paule" Beinlich, der mit seinen manchmal artistisch anmutenden Schüssen die Abwehr der Westerwälder in Schwierigkeiten brachte. Hamburgs Torjäger Romeo eröffnete in der zweiten Spielhälfte die Fortsetzung des Torreigens. Der als Sportinvalide zählende Marinus Bester setzte dann drei Minuten später noch einen drauf.
Diese Schmach wollten die Akteure der Fußball-Kombination jedoch nicht auf sich sitzen lassen und Thomas Diel verkürzte auf 1:4 (63.). Die prompte Antwort kam von Marinus Bester; der noch eilimal zuschlug und den fünften Treffer für den HSV erzielte. In den letzten drei Minuten gab es noch einmal zwei Treffer zu bewundern. Zunächst war es Fukal, der für den HSV das halbe Dutzend an Toren perfekt machte. Sekunden vor dem Schlusspfiff traf Thomas Schuth zum achtbaren zweiten Ehrentreffer.
Die Hamburger machten vor und im Anschluss an die Partie in sympathischer Hinsicht von sich reden. Sie standen den Zuschauern zu Gesprächen zur Verfügung, gaben Autogramme in Hülle und Fülle und selbst die nicht eingesetzten Spieler wie Sergej Barbarez oder Esteban Rodolfo Cardoso pflegten den Meinungsaustausch mit vielen Leuten. Bonmot am Rande: In der zweiten Halbzeit zog auch noch einmal HSV-Team-Manager und Ex-Profi Bernd Wehmeyer das Trikot über und hinterließ in dieser Phase wahrlich keinen schlechten Eindruck.
- Tore: 0:1 Beinlich (4.), 0:2 Romeo (31.), 0:3 Romeo (47.), 0:4 Bester (50.), 1:4 T. Diel(63.) 1:5 Bester (78.), 1:6 Fukal (87.), 2:6 T.Schuth (90.)
-Zuschauer: 2004
Bilder vom Spiel (Fotos: Horst Reusch)


Steinefrenz/Weroth/Berod: Haas; T. Diel; Hoffmann; Blaum; Skatulla; Hauptmann; M. Diel; Schughart; M. Weimar; Schlicht; D. Schuth; Ortseifen; T. Schuth; A. Weimer; Zeis; Weinand; Stiehl; Hamburg: Wächter, Fukal, Reinhardt, Hoogma, Vass, Schlicke, Kebbe, Beinlich, Bester, Romeo, Aigan, Teuber, Jarolim, Melzer, Wehmeyer- SR: Schütz (Norken)
Rückblick auf die 90-Jahrfeier der Spvgg. - Oktoberfest
Der Vorstand
